

(Grundtvig 1 – Europäisches Kooperationsprojekt)
Trotz eines gut ausgebauten Bildungssystems und Schulpflicht ist die Zahl der Analphabeten in Deutschland und Europa erschreckend hoch. Derzeit geht man in Deutschland offiziell von ca. 4 Millionen funktionalen Analphabeten aus. In der Öffentlichkeit und im unmittelbaren familiären, beruflichen und sozialen Umfeld wird die Problematik des Analphabetismus jedoch kaum wahrgenommen. Zum einen passt Analphabetismus nicht in das gesellschaftliche Selbstverständnis, zum anderen versuchen Betroffene sorgsam, die Tatsache, dass sie nicht lesen oder schreiben können, zu verstecken, so dass Analphabetismus nicht erkannt wird. Fehlende Grundqualifikationen bedeuten aber, dass die für den erfolgreichen Zugang zum Arbeitsmarkt und gesellschaftliche Teilhabe notwendigen Voraussetzungen nicht gegeben sind. Diese gilt insbesondere für junge Erwachsene im Alter von 16 – 25 Jahren, die aufgrund fehlender formaler Bildungsabschlüsse überproportional von Arbeitslosigkeit betroffen sind.
In dem europäischen Gemeinschaftsprojekt möchten wir Personen im Umfeld von Analphabeten identifizieren, diese über Ursachen und Wirkung von funktionalem Analphabetismus aufklären und schulen, Analphabeten zu erkennen. Darüber hinaus soll ihnen Wege aufgezeigt werden, wie den Analphabeten aus der Situation herausgeholfen werden kann.
Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Grundtvig 1 – „Europäisches Kooperationsprojekt“ von der Europäischen Union unterstützt. Es startete am 1. Oktober 2005 und hat eine Laufzeit von 2 Jahren.
Die Koordination des Projekts erfolgt durch den Thüringer Volkshochschulverband e.V. Die anderen an diesem Projekt beteiligten Partnerorganisationen kommen aus Großbritannien, Frankreich, Litauen, Bulgarien und Ungarn.
Weitere Details zum Projekt finden Sie unter: www.alpha16plus.org