

Projekt Grundtvig (Projektnummer: 502057-LLP-1-2009-1-IT-GRUNDTVIG-GMP)
Im Jahre 2005 nahmen in Europa 10,8% der berufstätigen Erwachsenen (im Alter von 24-64) an der nicht-formalen Erwachsenenbildung (Bildung ohne formal anerkannten Abschluss) teil. Der Europäische Rat legte 2003 als Richtlinie mindestens 12,5% Lernbeteiligung von Erwachsenen an der nicht-formalen Bildung fest. Studien verwiesen dabei auf allgemein geltende Beteiligungsmuster: Die Beteiligung sinkt mit dem Alter und steigt parallel zum Bildungsniveau der Teilnehmer. Die Haupthindernisse sind Zeit- und Geldmangel, Mangel an individuellen Lernmethoden, schlechte Lernerfahrungen, Mangel an Unterstützung im sozialen Umfeld usw. Die Lernmethoden der nicht-formalen Erwachsenenbildung zeichnen sich durch Mangel an Attraktivität aus. Sie sind stereotypisiert, werten die Lernmethoden der Erwachsenen und deren biographische Elemente nicht auf oder sind nicht adäquat für Erwachsene.
LEAD-LAB - Projekt ging von der Annahme aus, dass ein andragogisches Paradigma, das auf Individualisierung und Selbstlern-Methoden aufbaut, die Erwachsenenbeteiligung an der nicht-formalen Bildung lebenslang steigert und die Lernerfolge fördert.
Ziel des Projektes war es, das europäische System der nicht-formalen Erwachsenenbildung durch Entwicklung einer neuen Methode, die auf der Methodologie der Individualisierung und auf Selbstlern-Methoden basiert, zu unterstützen. Hierfür sollte ein LEADLAB-Modell geschaffen werden. Ein weiteres Ziel war es, einen LPT (Learning Personalization Trainer) ins Leben zu rufen, dessen Aufgabe es ist, erwachsene Lerner in personalisiertem Lernen und Selbstlernmethoden anzuleiten.
Durch die neue Methode beabsichtigte man, die Erwachsenenbildung attraktiver und flexibler zu gestalten und die Teilnahme der Erwachsenen an der nicht-formalen Bildung zu steigern. Betroffene Zielgruppen waren u.a. Personen mit schlechten Lernerfahrungen, Personen aus sozial benachteiligten Gesellschaftsschichten, Lernungewohnte usw.
LeadLab – Leading Elderly and Adult Development LABoratory war ein multilaterales Projekt, das über die Aktion Grundtvig im Programm für Lebenslanges Lernen von der EU gefördert wurde. Es startete am 1. November 2009 und lief im November 2011 aus.
Nach europaweiten Recherchen und Vergleichen zwischen den Ansätzen zum nicht-formalen Lernen in der Erwachsenenbildung unter 7 EU-Ländern ist es uns gelungen, ein Modell zum personalisierten Lernen zu erstellen.
Lead-Lab Modell. pdf
Am 25.10.2011 hat das LeadLab-Projekt seinen Abschluss an der Kreisvolkshochschule Weimarer Land gefeiert.
Nach einem erfolgreich im Förderkreis zur sprachlichen, beruflichen und kulturellen Integration in Thüringen e.V. durchgeführten Experimentalkurs, an dem Sprachdozenten aus den Volkshochulen u.a. Weimarer Land, Volkhochschule Weimar und Gera teilnahmen und nach 6 internationalen Treffen sowie einer Fachkonferenz zur Auswertung und Verbreitung der Projekt-Produkte, konnte das Projekt seine Ergebnisse noch einmal präsentieren und auswerten.
Die an dem Treffen beteiligten Fachkräfte erhielten Informationen über den Verlauf des Projektes sowie seine Produkte und konnten sich über den Erfolg der Zusammenarbeit von 7 EU-Partnern austauschen.
Da die KVHS Weimarer Land stets als aktiver Partner an dem Projekt mitgewirkt hat, sei es als Gastgeber für ein Internationales Treffen und Repräsentant einer gut agierenden Volkshochschule oder ein beratender Partner, war für einige Teilnehmer das Motto des Projektes: „Steigerung der Teilnahme am non-formalen Lernen in der Erwachsenenbildung“ gut bekannt. Umso einfacher verlief die Diskussion über die Inhalte der 2 Dokumente („Europäisches Modell der Personalisierung für erwachsene Lerner“ und „Ganzheitliches Modell des personalisierten Lernens: Richtlinien“), die als Produkte der Zusammenarbeit entstanden, sowie über deren Anwendung.
Als Dankeschön erhielt jeder Teilnehmer ein Exemplar.
Alle EU-Projekt-Partner sind sich einig, dass das Projekt fortgesetzt werden sollte, da sich die Partner nach 2 Jahren Laufzeit als Team verstehen und das Thema des Projektes weiterhin aktuell bleibt.
Das Projektkonsortium setzte sich aus 7 Partnereinrichtungen: Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, zwei Partner aus Italien und Spanien zusammen. Die Koordination des Projekts erfolgte durch die LC - Learning Community aus Italien.
Organisation | Land | Kontakt |
Thüringer Volkshochschulverband e.V. | Deutschland | |
Noema - CMI - di Lohilahti | Finland | |
CNAM - Conservatoire National des Arts et Metiers di Parigi | Frankreich | |
HRDC - Hellenic Regional Development Center di Patrasso | Griechenland | |
LC - Learning Community | Italien | |
AFOL - Milano - Agenzia Formazione Orientamento Lavoro Sud milano | Italien | |
CECE - Confederación Española de Centros de Enseñanza Madrid | Spanien |
Für weitere Informationen können Sie die Projekthomepage: www.leadlab.euproject.org besuchen.

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ProjektreferentinWioletta Wasik-Kühn Tel.: +49 (0)3641 53423-20 |