Halbzeit im Projekt Zukunftswege

Das im Rahmen der AlphaDekade (2016–2026) stattfindende Projekt „Zukunftswege“ hat inzwischen zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Grundbildung im Bereich des nachholenden Schulabschlusses auf den Weg gebracht. Ziel des Projekts ist es, nachhaltige Ansätze zu entwickeln, die den Zweiten Bildungsweg, insbesondere für Menschen mit Grundbildungsbedarfen, Zugangsbarrieren und erschwerten Bildungsvoraussetzungen, besser zugänglich machen und den erfolgreichen Erwerb eines Schulabschlusses unterstützen. Einen kleinen Einblick in die ersten 1,5 Jahre Projektlaufzeit möchten wir nun geben.

Der Fokus des sogenannten Grundbildungspfads des Thüringer Volkshochschulverbandes e.V. liegt auf der Begleitung und Unterstützung von Menschen mit Grundbildungsbedarfen, die einen Schulabschluss erwerben möchten. Gemeinsam mit der Volkshochschule Jena werden dafür neue Wege erprobt und wissenschaftlich begleitet, um langfristig Verbesserungen im Bereich des Zweiten Bildungswegs zu ermöglichen.

In enger Kooperation mit der Volkshochschule Jena wurden verschiedene Maßnahmen entwickelt und erprobt, die Menschen auf ihrem individuellen Bildungsweg unterstützen. So wurde Teamteaching im Mathematik- und Englischunterricht eingeführt. Darüber hinaus wurden bislang rund 500 Unterrichtsstunden individuelle Lernzeit – also kostenlose Nachhilfeangebote – bereitgestellt. In den Vorkursen zum Schulabschlusskurs fanden insgesamt 25 Personen Unterstützung, um wieder den Weg des Lernens aufzunehmen. Durch die sozialpädagogische Begleitung wurden zudem rund 70 Beratungsgespräche mit Interessierten am nachträglichen Erwerb eines Schulabschlusses geführt.

Im Rahmen einer neu konzipierten Einführungswoche setzten sich die Kursteilnehmenden mit Themen wie Lernorten, Lernstrategien, digitalem Lernen, Organisation des Lernalltags sowie Stressbewältigung auseinander.

Auch die Lehrkräfte wurden durch Fortbildungen und kollegiale Austauschrunden unterstützt. Die Themen reichten von Binnendifferenzierung bis hin zu interkultureller Reflexion.

Da das Projekt bis September 2027 durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird, bleibt noch ein komplettes Schuljahr, um weitere Maßnahmen zu erproben und auszuwerten. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere die Frage, welche Ansätze sich bewähren und nachhaltig in die Praxis des Zweiten Bildungswegs – sowohl an der Volkshochschule Jena als auch perspektivisch an weiteren Standorten – übertragen werden können.

Neben der direkten Arbeit mit Teilnehmenden und Lehrenden haben wir uns mit Bildungs- und Sozialakteuren in der Kommune vernetzt. Durch regelmäßigen Austausch und kurze Dienstwege soll eine noch bessere Unterstützung von Menschen auf ihren individuellen Bildungswegen ermöglicht werden.

Darüber hinaus wurden Gruppeninterviews mit Institutionen durchgeführt, die bereits mit der Zielgruppe des Projekts zusammenarbeiten. Ziel ist es, deren Expertise zu gebrochenen Bildungsverläufen und möglichen Unterstützungsstrukturen einzubeziehen. Diese und weitere Projektergebnisse wurden beziehungsweise werden in verschiedenen Medien veröffentlicht.

Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, kann sich gerne an das Projektteam wenden: Steffi Dietrich-Mehnert, Johanna Sáenz und Fabian Walpuski.

 

Stimmen der Teilnehmenden:

„Uns hat das persönliche Gespräch mit Optimismus in die Zukunft blicken lassen. Sie haben es geschafft, meinem Kind eine Perspektive zu geben und ihm gezeigt, dass es - auch in scheinbar ausweglosen Situationen - Möglichkeiten gibt. 
Aus diesem Grund, danke ich Ihnen als Elternteil, für Ihre Zeit und das Sie meinem Kind in seiner Situation wahr- und ernst genommen haben.“

Elternteil Interessent*in Schulabschlusskurs

 

„Jetzt möchte ich natürlich noch DANKE sagen! Danke für deine Unterstützung, dass du immer erreichbar warst und den Vorbereitungskurs so toll gemanaget und organisiert hast. Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich bin dankbar für die Möglichkeiten, die die vhs immer wieder bietet. Du hast einen großen Teil dazu beigetragen, dass die Arbeit so viel Freude bereitet hat.“

Lehrkraft Vorkurs

 

„Vielen Dank nochmal für Ihre Unterstützung für mein Kind, sie haben innerhalb kürzester Zeit Termine für sie dinge ermöglicht, die die zuständige Mitarbeiterin vom Sozialträger innerhalb eines Jahres nicht hinbekommen hat.“

Elternteil Besucherin Schulabschlusskurs

 

„Ich fand alles gut.“

Teilnehmer*in Schulabschlusskurs

 

„Die Verbindung von Theorie und Praxis war besonders gelungen an der Veranstaltung.“

Lehrkraft zur Fortbildung „Binnendifferenzierung“

 

„Ich habe unsere Zusammenarbeit als kollegial, offen und gegenseitig unterstützend empfunden. Dafür möchte ich mich bei dir hiermit bedanken. Die Atmosphäre in den Kursen und im Kollegium war für mich oft angenehm und ich habe den Eindruck, einigen etwas auf ihren Lern- und Übungsweg nachhaltig vermittelt zu haben. Die Gespräche und Beratungen außerhalb des Unterrichts haben bei mir angeregt, über ihn weiter nachzudenken und andere, neue Perspektiven bei der Unterrichtsgestaltung miteinzubeziehen.“

Lehrkraft Vorkurs und Individuelle Lernzeiten

 

„Ich danke dir von meinen ganzen Herzen, dass du immer für mich da warst und mich unterstützt hast bei jede kleine Sache!“ 

Teilnehmer*in Schulabschlusskurs (an Sozialpädagogin gerichtet)

 

„Vielen Dank für Ihre Unterstützung und alles, was ich im Kurs lernen durfte.“

Teilnehmer*in Vorkurs

 

„Ich danke Ihnen von Herzen für Ihre großartige Unterstützung, Ihre Mühe und Ihr Verständnis. Wir hören uns dann im nächsten Jahr!“

Interessent*in Schulabschlusskurs

Lerncafé im Vorkurs zum Schulabschlusskurs
Kreative Methoden, wie eine Zukunftswerkstatt, holen Feedback zu den Innovationen ein
Schematische Darstellung der Innovationen
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