Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule

MoLeYa

Logo MoLeYa

Motivating and Encouraging Young Adults to Learn

Projektnummer: 14115-LLP-1-2008-1-DE-GRUNDTVIG-GMP
Laufzeit: 1. Oktober 2008 bis 31. September 2010

Allgemeine Projektinformationen

MoLeYa – Motivating and Encouraging Young Adults to Learn- war ein multilaterales Projekt, das über die Aktion Grundtvig im Programm für Lebenslanges Lernen von der EU gefördert wurde.

Projekthintergrund

Wir befinden uns im Übergang von einer Industrie- zur Wissensgesellschaft.  Weiterbildung und Höherqualifizierung nehmen einen immer größeren  Stellenwert ein. Eine gute Grundbildung und die Bereitschaft sich weiterzubilden werden immer bedeutendere Einflussgrößen um am Arbeitsmarkt bestehen zu können.

Derzeit geht man in Deutschland offiziell von ca. 4 Millionen funktionalen Analphabeten aus.

Ein funktionaler Analphabet ist laut UNESCO eine Person, die trotz dass sie das Grundbildungssystem durchlaufen hat, „sich nicht beteiligen kann an all den zielgerichteten Aktivitäten ihrer Gruppe und Gemeinschaft, bei denen Lesen, Schreiben und Rechnen erforderlich ist und an der weiteren Nutzung dieser Kulturtechniken für ihre weitere Entwicklung und die ihrer Gemeinschaft“.

Vor allem Jugendliche, die keine fundierte Ausbildung genossen haben oder bereits frühzeitig das Bildungssystem verlassen haben, finden nur erschwert Zugang zur Arbeitswelt. Gleichzeitig ist es auch schwierig diese Jugendlichen zu motivieren an weiterführenden Trainings oder Weiterbildungen teilzunehmen.

Projektziele

MoLeYa befasste sich mit der Frage nach der Motivation und Ermutigung junger funktionalen Analphabeten zur Teilnahme an Lernprozessen (Alphabetisierungskurse etc.). Das Hauptziel des Projekts ist es, die Lernmotivation der Zielgruppe mit Hilfe von Leitfadengestützten Interviews zu ergründen. Im Zusammenhang mit Expertendiskussionsrunden wurden so Möglichkeiten zur Verbesserung von Rahmenbedingungen und der Gestaltung von z.B. Alphabetisierungskursen erarbeitet. Die Ziele des Projektes sollten im Wesentlichen mit Hilfe von drei Aktionen erreicht werden:

  • Expertendiskussionsrunden – TrainerInnen und LehrerInnen, die mit jungen LernerInnen insbesondere mit jungen funktionalen Analphabeten arbeiten bzw.  sich mit dieser Zielgruppe beschäftigen, sollen sich im Rahmen von Expertendiskussionsrunden zu den Motivationsstrategien und Erfahrungen von (jungen) funktionalen Analphabeten austauschen.  Dies soll zum einen wichtige Informationen aus der direkten Praxis für das Projekt liefern und zum anderen den Austausch von Know-how auf regionaler Ebene sowie das Kennenlernen von neuen Methoden bzw. Handlungsansätzen fördern. Im Weiteren soll auch die Vernetzung der TrainerInnen und LehrerInnen angeregt werden.
  • Bedarfserhebung bei jungen funktionalen Analphabeten – junge Lerner, die sich im Moment in einer Weiterbildungsmaßnahme (Alphabetisierungskurs, Grundbildungskurs etc.) befinden, sollen mit Hilfe von Leitfadengestützte Interviews befragt werden. Spezielles Augenmerk wird dabei auf die individuelle Lernbiographie und die Lernmotivation gelegt. Des Weiteren sollen die Bedürfnisse der Jugendlichen und auch deren Ideen für ein anregendes Lernsetting erfragt werden. Die so gewonnenen Informationen sind essentiell für die Erarbeitung des Motivationshandbuchs im Rahmen von MoLeYa. 
  • Europäisches TrainerInnen Treffen - Das Highlight des Projekts wird ein Symposium im März 2010 bilden. Zu dieser Veranstaltung sind TrainerInnen, LehrerInnen und ExpertInnen aus ganz Europa, die auf dem Gebiet der Grundbildung und Alphabetisierung arbeiten eingeladen. Sie sollen zum Thema der Motivation im speziellen der Motivation von jungen Lernern ihre Expertise beisteuern, gemeinsam diskutieren, Wissen austauschen und Netzwerke aufbauen.

Projektpartner

Das Projektkonsortium setzt sich aus 8 Partnereinrichtungen aus Litauen, Österreich, Bulgarien, Frankreich, Ungarn, Großbritannien, Rumänien und Deutschland zusammen. Die Koordination des Projekts erfolgt durch den Thüringer Volkshochschulverband e.V.

Bulgarien: DVV-International, Büro Sofia

Deutschland: Thüringer Volkshochschulverband e.V.

England: NIACE

Frankreich: AGORA

Litauen: College of Social Science

Rumänien: EUROED’ ASSOCIATION

Österreich: E.N.T.E.R.

Ungarn: Hungarian Folk High School Society

zurück

Thüringer Volkshochschulverband e.V.

Saalbahnhofstr. 27
07743 Jena

Tel.: 03641 53423-10
Fax: 03641 53423-23
E-Mail: Landesverband@vhs-th.de

Öffnungszeiten

Montag - Donnerstag:
08:00 - 17:00 Uhr

Freitag:
08:00 - 15:00 Uhr

Hier finden Sie Publikationen und Materialien für Ihre Kursgestaltung sowie Dokumente zum Download.

VHS
Grundbildung
ich will deutsch lernen