WWK – Wegweiserkurse in Thüringen

Unterstützung in der Herkunftssprache hilft beim Ankommen

Projektlaufzeit: 01.07.2027 – 30.06.2029

Menschen, die in Deutschland Schutz suchen, brauchen erst einmal Informationen in ihrer Herkunftssprache, um sich im Alltag zurechtzufinden. Genau hier setzen die Wegweiserkurse an. In diesen Kursen erhalten Schutzsuchende bald nach ihrer Ankunft eine Fülle an praktischen Hinweisen. Darüber hinaus lernen sie die Grundlagen des Zusammenlebens in Deutschland kennen. Hierbei unterstützen die Kulturmittler*innen: Kursleitende, die die Herkunftssprachen der Schutzsuchenden sprechen und in der Regel selbst eine Migrationsbiografie haben. Um die Menschen vor Ort zu erreichen, arbeitet der Thüringer Volkshochschulverband e.V. in Thüringen mit Aufnahmeeinrichtungen, Gemeinschaftsunterkünften, 22 Thüringer Volkshochschulen und weiteren Netzwerkpartnern zusammen. 


Koordination der WWK in Thüringen

Der Thüringer Volkshochschulverband e.V. koordiniert die Wegweiserkurse (WWK) in Thüringen und verantwortet folgende Aufgaben:

  • Organisation und Durchführung der Wegweiserkurse thüringenweit
  • Bedarfsmonitoring in allen Kommunen im Austausch mit Volkshochschulen vor Ort, Erstaufnahmeeinrichtungen, Gemeinschaftsunterkünften und weiteren Netzwerkpartnern
  • Gewinnung und Auswahl der Kulturmittler*innen
  • Professionalisierung der Kulturmittler*innen durch Workshops und Hospitationen

Die Wegweiserkurse:

Da ganz zu Beginn des Aufenthaltes in Deutschland die notwendigen Deutschkenntnisse bei Zugewanderten und Geflüchteten in der Regel noch nicht vorhanden sind, erfolgt im WWK die Vermittlung zentraler Informationen zur Bewältigung des Lebens in Deutschland in der Herkunftssprache. Auf diese Weise kann über komplexe Themen wie Religion, Umgangsformen, Gleichberechtigung oder Meinungsfreiheit gesprochen werden, ohne dass die Kursteilnehmenden durch Sprachbarrieren in ihren Verstehens- und Ausdrucksmöglichkeiten eingeschränkt sind. 

Die WWK haben einen Umfang von 15 Unterrichtseinheiten (UE) und behandeln in elf Modulen folgende Themen:

Modul 1: Kurseinstieg

Modul 2: Leben in der Aufnahmeeinrichtung

Modul 3: Asylverfahren

Modul 4: Mobilität

Modul 5: Zusammenleben in Deutschland

Modul 6: Werte, Normen, Rechte und Gesetze

Modul 7: Gesundheit und medizinische Versorgung

Modul 8: Einkaufen, Umwelt, Verbraucherschutz und Medien

Modul 9: Kindergarten und Schule

Modul 10: Ausbildung, Studium und Beruf

Modul 11: Chancen und Handlungsimpulse, Selbstlernmöglichkeiten

Die Wegweiserkurse in Thüringen werden in den Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften sowie bei den Thüringer Volkshochschulen durchgeführt.

Die WWK sind für Teilnehmende freiwillig und kostenfrei.


Kulturmittler*innen

Die Kulturmittler*innen sind Kursleitende der WWK. Sie kennen die Herkunftssprachen und die Kultur der Kursteilnehmenden und verfügen in der Regel über eigene Migrationserfahrungen. Auf ihren Einsatz in den WWK werden die KM in einer obligatorischen Schulung (Umfang 48 UE / 4 Module) vorbereitet, welche vom Deutschen Volkshochschul-Verband e.V. durchgeführt wird.

Sie möchten in Thüringer WWK Kulturmittler*in werden? Den Aufruf zur Intereressensbekundung mit den Anforderungsprofil des Deutschen Volkshochschul-Verbandes e.V. finden Sie hier.

Für Thüringen suchen wir Kulturmittler*innen mit den Herkunftssprachen: Ukrainisch, Arabisch, Farsi / Dari, Türkisch

Kontakt

Bharati Daftari-Hölzer

Pädagogische Mitarbeiterin

Tel.: 03641 53423-46

E-Mail: b.daftari-hoelzer(at)vhs-th.de

Julia Christensen

Pädagogische Mitarbeiterin

Tel.: 03641 53423-12

E-Mail: julia.christensen(at)vhs-th.de

Förderung

Das Projekt Wegweiserkurse in Thüringen wird aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfond (AMIF) gefördert und durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mit Mitteln des Bundesministeriums des Innern sowie das Thüringer Ministerium für Justitz, Migration und Verbraucherschutz kofinanziert. 

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