Judenhass im Spaßformat. Facetten des Antisemitismus auf TikTok
Wenn Online-Antisemitismus heute in sozialen Medien viral geht, dann verbreitet er sich häufig auch über Umwegskommunkation wie Codes und Emojis, deren Verständnis ein ausgeprägtes Kontextwissen digitaler Kultur voraussetzt. So wird die Leugnung des Holocausts in Zahlen verpackt und die vermeintliche jüdische Weltverschwörung in Memes ausgedrückt. Was auf den ersten Blick als verstörender Humor daherkommt, kann auch von extremistischen Akteuren strategisch genutzt werden. Der Vortrag veranschaulicht, wie sich diese Dynamiken auf TikTok zeigen. Grundlage ist die Studie des Online-Magazins Machine Against the Rage. Im Zentrum stehen die Fragen, in welchen relevanten Formen sich Antisemitismus auf TikTok artikuliert, über welche Hashtags er verbreitet wird und welche digitalen Trends dabei eine zentrale Rolle spielen. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Ambivalenz der Kommunikation, da viele Inhalte unterschiedliche Lesarten zulassen und dadurch die Prävention herausfordern.
Maik Fielitz ist Bereichsleiter für digitale Konfliktforschung am Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena. Er forscht er zur Transformation des Rechtsextremismus im digitalen Zeitalter und zur Rolle digitaler Plattformen in liberalen Demokratien. Er ist Mitherausgeber des Online-Magazins Machine Against the Rage und Ko-Autor des von der Europäischen Kommission herausgegebenen Handbuch Online-Antisemitismus.
Diese Veranstaltung ist aufgrund der Grundförderung im Bereich politische Bildung des TMBWK kostenfrei.
| Kursnummer | 26.12.0902 |
| Beginn | Mi., 30.09.2026, um 10:00 Uhr |
| Kursort | vhs.cloud - AK Politik |
| Dozent*in |
Maik Fielitz
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| Entgelt | 0,00 € |
Kurstermine 1
| – | Datum | Ort |
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| 1 | Mittwoch • 30.09.2026 • 10:00 - 11:30 Uhr | Online-Kurs |