An Ostern 2026 hatte ich erneut die Gelegenheit, an einem der Kurse von Erasmus+ Croatia in Split teilzunehmen. Auch diese Fortbildung war vom Anbieter perfekt organisiert. Das Thema „AI for Languages Teachers“ war diesmal jedoch ein komplett anderes. Hauptinhalt war das Kennenlernen und Ausprobieren konkreter KI-Werkzeuge für den Fremdsprachenunterricht. Für mich besonders hilfreich war die Unterrichtseinheit zum Optimieren des Prompten in LLM (Large Language Modells) für meine Unterrichtsplanung.

Wie im letzten Jahr lag ein weiterer Schwerpunkt des Programms im Kennenlernen und dem Austausch mit den vielen anderen Teilnehmenden aus Spanien, Portugal, Österreich, Rumänien, Polen, Litauen, Frankreich und Deutschland mit dem Ziel der europaweiten Vernetzung.

Während des Kulturprogramms erfuhren wir viel über die kroatische Kultur, das Welterbe Split und konnten Ostern in Kroatien hautnah vor Ort erleben. Mir bot sich die Gelegenheit neben Englisch auch weitere Sprachen zu nutzen. Während meiner Ausflüge nach Trogir, an die Plitvicer Seen, den Krka National mit seinen spektakulären Wasserfällen und in die Altstadt von Dubrovnik konnte ich sogar ein klein wenig meine rudimentären Kroatisch-Kenntnisse ausprobieren. 

Sogar wettermäßig war die Woche mehr als abwechslungsreich mit heftigem und sehr kaltem Bura-Wind in Split, Schnee in Plitvica und strahlendblauen Himmel und herrlichem Sonnenschein am Wochenende. Ein absolut empfehlenswerter Aufenthalt. Hvala.

Internationale Begegnungen und frische Impulse aus Finnland

Anfang November 2025 haben wir – Barbara Leibold, päd. Mitarbeiterin der vhs Marburg-Biedenkopf und zuständig für den Programmbereich „Sprachen lernen“, Kerstin Putz, Kursleiterin für Englisch und Deutsch, Marcia Weber Martins, Kursleiterin für Englisch und Portugiesisch – an der International Week des Sastamalan Opisto / Sastamala Community Centers im Südwesten Finnlands teilgenommen.

Unter dem Titel „Perspektiven der liberalen Erwachsenenbildung in Finnland“ erhielten wir vielfältige Einblicke in das finnische Bildungssystem, digitale Konzepte der Erwachsenenbildung sowie aktuelle Themen wie Integration und Nachhaltigkeit. Hospitationen, Fachvorträge und Gespräche mit finnischen Kolleginnen und Kollegen und den anderen Teilnehmenden ermöglichten uns einen intensiven fachlichen Austausch. Neben fachlichen Impulsen bot die Woche zahlreiche Gelegenheiten zum praktischen Mitlernen – von Sprachkursen über kreative Angebote bis hin zu Yoga. 

Zur International Week gehörte auch das „Eintauchen“ in die finnische Alltags- und Lebenskultur. Neben dem Saunabesuch stand ein besonderes Naturerlebnis auf dem Programm: „Waldbaden“ in den weiten finnischen Wäldern. Das Konzept des „shinrin-yoku“, wie es eigentlich heißt, kommt ursprünglich aus Japan, jedoch ist es auch in Europa mittlerweile bekannt. Unter fachkundiger Anleitung erfuhren wir mehr über die Bedeutung der Natur, über Nachhaltigkeit und darüber, welchen Einfluss Wälder auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit haben. Theorie und Praxis gingen dabei Hand in Hand und machten die Erfahrung besonders eindrücklich. Ein weiteres Highlight war ein Kochkurs. Mit Unterstützung finnischer Kursteilnehmender wurden traditionelle Gerichte zubereitet, darunter die bekannte finnische Lachssuppe und klassische Meatballs. Das gemeinsame Kochen bot viel Raum für Gespräche und interkulturellen Austausch in entspannter Atmosphäre.

Die Woche in Sastamala hat uns allen wertvolle Einblicke in das finnische Bildungssystem ermöglicht und Anregungen für die eigene Arbeit geliefert. Der Blick nach Finnland zeigt einmal mehr, wie bereichernd europäische Zusammenarbeit in der Erwachsenenbildung sein kann. Wir freuen uns darauf, diesen Weg weiterzugehen – mit neuen Ideen, gemeinsamen Vorhaben und dem festen Wunsch, voneinander zu lernen.

Wo soll ich anfangen? Ich habe von der WE-Mobil-Maßnahme nur Positives zu berichten. Von der VHS, Landesverband Thüringen, habe ich bereits im Vorfeld eine hervorragende Unterstützung erhalten. Sehr freundlich und mit zeitnahen Antworten.

Bei der Europass Teacher Academy in Dublin habe ich an folgenden Fortbildungskursen teilgenommen: "Dramatechniken - Entwicklung von Kommunikations-, Ausdrucks- und Sozialkompetenzen" sowie "Die vier Ks" (Kreativität, Kritisches Denken, Kommunikation und Kollaboration)". Beide Kurse waren ausgezeichnet. Die Trainerinnen waren sehr gut vorbereitet und äußerst engagiert. Die Kurse waren sehr informativ und haben viel Spaß gemacht. Europass bot sehr interessante Ausflüge an, um Dublin, die umliegende Landschaft und das irische Tanzen zu erkunden. Es war eine großartige Gelegenheit, Menschen aus ganz Europa zu treffen und interessante Kontakte zu knüpfen. Ich bin überzeugt, dass ich viel von dem Erlernten in meinen Kursangebot bzw. Bildungsurlaub umsetzen werde.

Das Mobilitätsprogramm ist eine ganz hervorragende Möglichkeit, sich im Zielland der Sprache weiterzubilden. Gerade wenn man dem Studentenalter längst entwachsen ist, bietet sich hier eine Gelegenheit, Land und Leute kennenzulernen und sich selbst zu evaluieren. Ich persönlich habe es als unglaublich bereichernd empfunden, mit Teilnehmern aus vielen europäischen Staaten gemeinsam zu lernen und zusammen zu sein.

Die Atlantic Language School in Galway bietet hierfür die besten Voraussetzungen. Belegt habe ich die Kurse „Social and emotional learning“ sowie „Irish language and culture“. Bei der Organisation meines Aufenthaltes konnte ich auf „sprachenmarkt.de“ zugreifen, wo mir ein absolut rundes und persönlich angepasstes Programm zusammengestellt wurde.

Für Mai hatten wir ungewöhnlich sommerliches Wetter und wenn man genau hinschaut, erkennt man auch hier Spuren des Klimawandels. Die imposante Kylemore Abbey überschaut einen großen See, dessen Wasserstand ungewöhnlich niedrig war. Eigentlich sollen aus den Bergen kommende Bäche einen Wasserfall und mehrere Kaskaden speisen, sie waren jedoch zu diesem Zeitpunkt trocken gefallen. 

Natürlich ist es weiterhin ein Genuss, die atemberaubende Landschaft zu erkunden und immer wieder nette Gespräche zu führen. Mich beeindruckt, dass jedes Kind in der Schule ein klassisches irisches Instrument lernt und dass sehr viel Wert auf Kenntnis der eigenen Geschichte gelegt wird. Galway ist auch für die Iren ein sehr beliebtes Reiseziel und eine pulsierende und lebendige Stadt, die jedes Cliché über Irland ausreichend bedient und so besonders attraktiv macht.

Nach dem Unterricht bei einem guten Tee noch einmal alles „sacken“ zu lassen und dann umherzustreifen hat mir das wundervolle Gefühl gegeben, dazuzugehören – schließlich wohnte ich ja zwei unvergessliche Wochen hier!

Nach unserem sehr ertragreichen „We-mobil“ -Aufenthalt in Griechenland im Jahr zuvor bekamen wir 2024 erneut die Möglichkeit einer Teilnahme am ERASMUS+ -Programm. Begeistert wie wir, zwei Integrationskurs-Leiterinnen der VHS Darmstadt-Dieburg, von unseren vorherigen Mobilitäten zurückgekehrt waren, haben wir auch diese Gelegenheit umgehend ergriffen.

Im Oktober flogen wir in die Republik Zypern, seit 2004 Mitglied und einer der südlichsten und der östlichste Punkt der Europäischen Union, geographisch aber schon Asien. Unser Aufenthaltsort Lemesos bzw. Limassol im griechisch-sprachigen Teil der Insel war dementsprechend auch im Herbst noch ausgesprochen sonnig und warm.

Wir nahmen an einem achttägigen Seminar zum Thema „Effective Classroom Management“ teil, das in englischer Sprache stattfand. Nachdem einige andere Anfragen leider ins Leere gelaufen waren, hatten wir es in der EU-Datenbank „European School Education Platform“ ausgewählt.

Der Veranstalter, ein privater Kursanbieter namens „EDUculture“ richtet sein Angebot ausdrücklich an ERASMUS-Teilnehmende und bietet eine Anzahl verschiedener, pädagogisch ausgerichteter Kurse, aber auch Englischkurse an. Die insgesamt sieben Teilnehmerinnen an unserem Seminar waren Erzieherinnen und Lehrerinnen aus Ungarn, Tschechien und Litauen, mit denen ein sehr lebendiger Austausch, auch über ihre Einstellung zur EU, zu Deutschland und ihren persönlichen Erfahrungen mit dem ERASMUS+ -Programm zustande kam. Neben dem Seminar war das Team von „EDUculture“ sehr engagiert, der Gruppe zahlreiche Besichtigungen und Ausflüge zu den vielen historisch bedeutenden Stätten und Sehenswürdigkeiten der Insel zu ermöglichen. Gesprächsgelegenheiten wurden auch zur komplizierten politischen Situation der seit 1974 faktisch geteilten Insel geboten. Wegen der weiten Anreise hatten wir uns im Sinne der Nachhaltigkeit entschieden, nach dem Ende des Seminars unseren Aufenthalt an einem anderen Ort, Paphos, zu verlängern. Von dort aus unternahmen wir weitere Erkundungen der auch landschaftlich interessanten Insel. Voll neuer Eindrücke verließen wir dann Zypern, um die Rückreise auf halber Strecke noch für einen viertägigen Aufenthalt an unserem ursprünglich angedachten Mobilitätsziel Thessaloniki zu unterbrechen. Auch die zweitgrößte Stadt Griechenlands hat uns mit ihrer Vielzahl kultureller Angebote und historischer Stätten sofort für sich eingenommen und so traten wir mit ein wenig Staub der Antike in den Taschen nach gut zwei Wochen eher ungern die Heimreise an.

Wie bei den vorherigen Teilnahmen haben wir auch diese Mobilität individuell geplant und Reise, Unterkünfte und Verpflegung unabhängig vom Kursveranstalter organisiert, wobei wir erneut durch das Team des Thüringer Volkshochschulverbands sehr professionell unterstützt wurden. Ein ganz herzliches Dankeschön dafür! Sollte sich nochmals die Gelegenheit zu einer ERASMUS-Mobilität bieten – wir wären sofort dabei…

Dobar dan :-)

Kurz vor Ostern 2025 bot sich mir die Gelegenheit an der Fortbildung Collaboration, Teamwork & Teambuilding: Create stronger bonds in your classroom an der dalmatinischen Küste in Split teilzunehmen.

Der Titel war Programm in der sehr gut organisierten Fortbildung von Erasmus Courses Croatia. Während der einzelnen Kursmodule ergaben sich zahlreiche Kontaktmöglichkeiten und ein reger Erfahrungsaustausch mit Lehrkräften unterschiedlichster Bereiche aus parallel stattfindenden Kursen. Das Programm war mehr als abwechslungsreich mit Themen wie projekt-basiertem Lernen, Zusammenarbeit im Klassenraum, Outdoor-Learning, Eco-Art für nachhaltiges Lernen, Einsatz neuer Technologien und KI im Unterricht, …

Neben der Seminarsprache Englisch konnte ich im Kontakt mit den Teilnehmenden aus Ungarn, Litauen, Frankreich, Italien, Spanien, Polen, Serbien, Portugal und Deutschland gelegentlich auch meine Kenntnisse in Spanisch, Italienisch und Französisch nutzen. Vor Ort unternahm ich beim Einkaufen und in Cafés oder Restaurants erste, einfache Schritte ins Kroatische. Für mich eine Woche gelebter europäischer Mehrsprachigkeit!

Außerhalb der Kurse wurde uns ein umfangreiches Kulturprogramm geboten: in einem geführten Stadtrundgang erkundeten wir das historische Split mit dem berühmten Diocletian-Palast (auch virtuell), besuchten die Altstadt des Städtchens Trogir und fuhren zur nahegelegenen Insel Brač. Höhepunkte dort waren der Besuch der örtlichen Steinmetzschule und unser gemeinsames dalmatinisches Mittagessen.

Und auch das Wetter bot viel Abwechslung: sowohl strahlend blauer Himmel mit angenehmen Temperaturen als auch ab und an ein paar Tropfen Regen und der für die Region typische, teils sehr böige Südwind.

Von Ende Mai bis Anfang Juni durfte ich wieder an einer Mobilität im malerischen Sestri Levante
ligurischen Küste teilnehmen. Auf dem Programm standen der Einsatz von künstlicher Intelligenz
im Unterricht, der Vergleich zwischen italienischer und deutscher klassischer und romantischer
Literatur, sowie eine geführte Besichtigungstour der Kulturlandschaft Cinque Terre, wo wir die
weltberühmten Terrazzamenti – traditionelle, terrassierte Anbaugebiete von Oliven, Zitronen und
Wein – kennenlernten. Des Weiteren haben wir einen Ausflug in das mittelalterlich geprägte Dorf
Varese Ligure im Landesinneren unternommen, das in den letzten Jahrzehnten gezielt ökologisch
aufgewertet wurde und heute als eines der ersten vollständig biozertifizierten Gebiete Italiens gilt.
Ein zentrales Thema war der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unterricht. In verschiedenen
Workshops wurde gezeigt, wie KI-gestützte Tools zur Sprachförderung, zur Textkorrektur oder zur
individuellen Lernbegleitung genutzt werden können. Wir diskutierten auch über mögliche Risiken
und Herausforderungen des Einsatzes der KI.
Auch der Vergleich zwischen italienischer und deutscher Literatur war äußerst gelungen: in kleinen
Diskussionsrunden setzten wir Manzoni und Foscolo in Beziehung zu Goethe – und entdeckten
überraschende Parallelen im Hinblick auf Nationenbildung, Identität und Sprache.
Des Weiteren haben wir uns mit den Werken des Stararchitekten Renzo Piano aus Genua
auseinandergesetzt, der in Italien und weltweit bekannt ist für die Verbindung von Transparenz,
Leichtigkeit und technischer Präzision.
Ein weiterer Bestandteil der Weiterbildung war die intensive Auseinandersetzung mit aktuellen
politischen Entwicklungen in Italien und Europa. Anfang Juni .6. fand in Italien ein wichtiges
landesweites Referendum zum Thema Arbeitsrecht und Beantragung der italienischen
Staatsbürgerschaft für Migrant:innen statt. Ich hatte Gelegenheit, direkt vor Ort die Geschehnisse
mitzuverfolgen und das war für mich wirklich spannend.
Die Fortbildung bot insgesamt einen vielseitigen Einblick in aktuelle Fragen von Bildung, Kultur
und Gesellschaft im europäischen Kontext. Der internationale Austausch mit Menschen aus
verschiedenen Ländern war besonders bereichernd und hat mir neue Perspektiven auf
Bildungsfragen, kulturelle Unterschiede und gemeinsame Herausforderungen eröffnet. Die
vielfältigen Gespräche und der offene Dialog haben mich persönlich inspiriert und bestärken mich
darin, neue Impulse und Ideen in meinen eigenen Unterricht zu integrieren. Ich fühle mich im
täglichen Unterrichten sicherer und kompetenter und dadurch auch motivierter.

Ende Mai war es endlich wieder soweit: ich packte meine Koffer, um an einer zweiwöchigen Weiterbildung für in Sestri Levante teilzunehmen. In dieser malerischen Stadt an der ligurischen Küste hatte ich bereits eine Weiterbildung für Fremdsprachenlehrer absolviert und wusste also schon ein bisschen, was auf mich zukam. 

Worum ging es? Auch dieses Jahr erwartete mich wieder ein sehr abwechslungsreicher und intensiver Fortbildungskurs für Fremdsprachenlehrer, in dem vormittags die Didaktik und Methodik des Fremdsprachenunterrichtes im Vordergrund stand. Auf dem Programm standen die Erarbeitung kommunikativer Strategien, um auch mit reduzierten grammatikalischen Möglichkeiten situationsbezogene Sprechabsichten ausdrücken zu können. Ein weiteres Thema war der Einsatz authentischer italienischer Texte, Videos und Podcasts im Unterricht. Dabei sollten wir lernen, möglichst reale Sprachsituationen zu kreieren, um freies Sprechen zu fördern und die praktische Anwendung außerhalb des Klassenzimmers abzubilden. Hier ging es auch darum, Italienischschüler effektiv zu motivieren, das gelernte Wissen aktiv zu nutzen, ihre Sprachkenntnisse kontinuierlich zu verbessern und durch entsprechende Eigeninitiative das Gelernte im Alltag zu festigen. 

Des Weiteren standen lernten wir vormittags die Werke verschiedener italienischer Nobelpreisträgerinnen kennen, darunter Grazia Deledda, Rita Levi Montalcino und Magherita Hack. Auf dem Nachmittagsprogramm stand unter anderem die multikulturelle Besiedlungsgeschichte Liguriens, das bereits in der Antike als Verbindungsglied zwischen Nordund Südeuropa fungierte. In diesem Zusammenhang haben wir auch das archäologische Museum besichtigt, das mit interaktiven Multimedia-Stationen ausgestattet ist und Funde von der Steinzeit bis zur Neuzeit beherbergt. Außerdem lernten wir dort viel über die Geschichte von Sestri Levante im 20. Jahrhundert. Dabei ging es um Migration, Krieg, Widerstand, Industrie und traditionelles Handwerk aus der Perspektive der Einheimischen. 

Und nachmittags? 

Abgerundet wurde das Nachmittagsprogramm durch die Besichtigung der romanisch-gotischen Basilica dei Fieschi in in Cogorno, deren Bau von der Familie Fieschi beauftragt wurde. Neu für mich war, welche wichtige Rolle die Fieschis in der mittelalterlichen Geschichte Italiens spielten. 

Das Andersen Festival 

Ich hatte auch Gelegenheit, vom 5. bis 9. Juni nach dem berühmten dänischen Märchenautor Hans Christian Andersen benannte Festivals mitzuerleben. Unter dem Motto "GIOCARE AL FUTURO" (Spielen mit der Zukunft) wurden die Besucher dazu anregt, den aktuellen sozialen und politischen Herausforderungen mit Fantasie und Kreativität zu begegnen und gleichzeitig über die Zukunft nachzudenken. An verschiedenen Orten in Sestri Levante gab es Aufführungen, Workshops und Diskussionsrunden, an denen auch viele Schulklassen teilgenommen haben. 

Die EU Wahlen 

Besonders spannend fand ich das Miterleben der Europawahlen vor Ort in Sestri und die Diskussionen mit Menschen vieler Nationen über deren Ausgang. Wir waren uns alle einig, dass wir uns in Europa neuen Herausforderungen in Bezug auf Zusammenhalt und politische Ausrichtung werden stellen müssen. Das Ergebnisse der Wahlen wird zu einer stärkeren Fragmentierung des Parlaments führen und es ist möglich, dass wir mit einer stärkeren Zusammenarbeit mit rechtsnationalen Kräften werden rechnen müssen. 

Was nehme ich mit? 

Ich finde es immer wieder außerordentlich bereichernd, während der zweiwöchigen Mobilität in „Land und Leute einzutauchen“, wertvolle Kontakte zu knüpfen und meine Kenntnisse bezüglich Sprache und Kultur zu verbessern. Für mich bedeutet ein solcher internationaler Austausch nicht nur, verschiedene Lehrmethoden kennenzulernen und aufzufrischen, sondern auch meine interkulturellen Kompetenzen zu stärken und motiviert zu sein, um neue Ideen umzusetzen.

An der Volkshochschule Altenburger Land bin ich als Pädagogischer Mitarbeiter tätig und leite die Programmbereiche „Politik und Gesellschaft“ sowie „Kultur und Gestalten“. Regelmäßig unterrichte ich einen Online-Kurs „Bulgarien und Bulgarisch zum Kennenlernen“. Bereits seit 20 Jahren kenne ich das Land im Südosten Europas und dessen Sprache. In meiner früheren Tätigkeit als Politikwissenschaftler habe ich unter anderem zu den politischen Entwicklungen in Bulgarien geforscht.

Vom 10. bis 22. Juli 2023 nahm ich am zweiwöchigen „Sommerseminar für bulgarische Sprache und Kultur“ an der St.-Kyrill-und-St.-Method-Universität in Veliko Tărnovo in Bulgarien teil. Meine Teilnahme an dem Sommerseminar im Herzen Bulgariens wurde über das Mobilitätsprojekt „We mobil“ des Thüringer Volkshochschulverbandes gefördert, das durch das Programm ERASMUS+ der Europäischen Union finanziert wird.

Das Sommerseminar bestand von Montag bis Freitag aus täglichem Sprachunterricht am Vormittag und einem spezialisierten Kurs am frühen Nachmittag. In der ersten Woche habe ich einen Kurs zur bulgaristischen Sprachwissenschaft besucht. In Woche zwei folgte ein Kurs zum bulgarischen Kino. Hinzu kamen am späten Nachmittag jeweils eine Stunde Unterricht in populärer bulgarischer Musik (Gesang) sowie in bulgarischem Volkstanz. An den Abenden gab es verschiedene Programmpunkte wie Filmvorführungen, gemeinsames Kochen und ähnliches.

Ergänzt wurde das Programm am Wochenende durch Exkursionen zum Trojaner Kloster, in das durch zahlreiche historische Bauten geprägte Dorf Arbanassi und nach Kazanlăk ins Tal der Rosen. Abgeschlossen wurde das Sommerseminar durch eine Sprachprüfung gemäß dem Gemeinsamen europäischer Referenzrahmen für Sprachen, die ich mit einem Zertifikat auf dem Niveau B1 erfolgreich bestanden habe.

Insgesamt nahmen an dem Sommerseminar ca. 70 Interessierte aus 25 Ländern aus Europa, Afrika und Asien teil. Das Seminar war ausgesprochen gut organisiert. Das betrifft sowohl die Qualität der Lehrveranstaltungen als auch die Unterbringung und Verpflegung. Zudem waren die Organisatoren bei Fragen oder Problemen jederzeit ansprechbar und halfen rasch weiter.

Ich konnte meinen Aufenthalt in Bulgarien nutzen, um meine Bulgarisch-Kenntnisse aufzufrischen und systematisch zu ergänzen. Zudem konnte ich mein Wissen über aktuelle kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen in Bulgarien erweitern. Mein Fazit: Ich kann all Kursleitenden und Mitarbeitenden an den Thüringer Volkshochschulen die Beantragung einer ERASMUS-Mobilität wärmestens empfehlen!

Hier ein paar Bilder meines Irlandkurses. Neben hervorragendem Englisch, Informationen über Geschichte und Literatur des Landes, stand vor allem der Austausch mit anderen Lehrern/Dozenten im Vordergrund. Die Kombination von Unterricht und Exkursionen hat großen Spaß gemacht.

An der Volkshochschule Erfurt bin ich als Bereichs-/Programmleiter für die Fachbereiche Fremdsprachen, Integrationskurse, Integrationsprojekte und Sprachprüfungen tätig. Um meine Französischkenntnisse zu verbessern, besuchte ich eine Woche lang einen B2-Sprachkurs in Antibes. Seit 1985 bietet das Centre International d'Antibes jedes Jahr mehr als 2500 erwachsenen Schülern die Möglichkeit, Französisch zu lernen. Das Erlernen der Sprache wird durch aktive, motivierende Unterrichtsmethoden, vorzügliche Kursorte und durch den Austausch der Schüler untereinander verwirklicht.

Die Schule führt am ersten Tag einen Einstufungstest durch und verteilt die Lernenden auf Kurse mit den entsprechenden Niveaustufen und höchstens 12 Teilnehmenden. Die Lerner kommen aus der ganzen Welt (zum Glück war ich der einzige Deutsche im Kurs) und schaffen so eine interessante und motivierende Lernatmosphäre. Am Nachmittag werden Filme, Konzerte oder thematische Stadtführungen angeboten. Highlights in Antibes sind das Picasso-Museum direkt am Meer, das Karikaturenmuseum Peynet oder die Skulpturen von Nicolas Lavarenne, die über das Stadtgebiet verteilt sind. Die nahegelegenen Städte Nizza, Cannes und Saint-Paul-de-Vence laden zu Exkursionen ein.

Vielen Dank an der Team vom TVV und im Besonderen an Johannes Lange für die Unterstützung bei der WE-Mobil-Antragstellung und für die gesamte Koordinierung dieses Projektes, das meine Sprachkenntnisse und meinen interkulturellen Erfahrungsschatz erweitert hat.

Ich hatte das große Glück, im Rahmen der Mobilität Erasmus + einen Portugiesisch-Sprachkurs in Porto zu machen. Über meine Portugiesisch-Dozentin an unserer Volkshochschule Wiesbaden ließ sich der Kontakt zu einer sehr guten Sprachschule im Zentrum von Porto ausmachen. Dort sollte ich eine Woche von 9h-16h einen Intensivkurs besuchen. Ich arbeite als Programmbereichsleitung für die Fremdsprachen an der Volkshochschule. Mein Ziel ist es, langfristig meine Kenntnisse weiterer romanischer Sprachen zu vertiefen, um in der Kommunikation mit Dozenten und Kunden näher an meinem Gesprächspartner sein zu können, und um sie besser beraten zu können. Der Sprachaufenthalt im Land sollte für mich eine tolle Möglichkeit werden, mit großen Fortschritten Portugiesisch zu lernen. Ein halbes Jahr zuvor besuchte ich an unserer Volkshochschule einen Anfängerkurs und konnte somit meine ersten Gehversuche in der neuen Sprache wagen. Für die Zeit in Porto bemühte ich mich um den Aufenthalt bei einer Gastfamilie. Ich wollte den Alltag erleben und die Kultur besser kennen lernen.
Ich wurde sehr freundlich von meiner Gastfamilie aufgenommen, mit der ich auch weiterhin in Kontakt stehe. Sie nahmen mich nach meinem Unterricht überall hin mit, ich aß mit ihnen und lernte so die Alltagssprache und die portugiesischen Gebräuche kennen.
Der Unterricht an der Sprachschule war für mich in jeder Hinsicht ideal. In kleinen Gruppen von fünf Lernenden arbeiteten wir am Vormittag von 9-13h an unterschiedlichen Themen. Aus didaktisch-methodischer Perspektive war sehr interessant, dass die Dozenten mit einer sehr heterogenen Gruppe arbeiten. Wir Lernenden konnten uns dadurch gegenseitig stark bereichern, Stärkere stützten Schwächere und wiederholten und festigten dadurch Gelerntes, Schwächere konnten vom Wortschatz und dem Sprachgefühl der anderen profitieren. Dies war für mich eine neue Erfahrung. In den Volkshochschulen versuchen wir Lernende der Fremdsprachen möglichst gut in ein Sprachniveau einzustufen, um das Lernen in homogenen Gruppen zu ermöglichen. Für mich eröffnen sich seit Porto neue Perspektiven des gemeinsamen Lernens in heterogenen Gruppen, die ich als Impulse in meinen Kursleiterfortbildungen weitergebe und zur Diskussion stelle. Am Nachmittag hatte ich von 14-16h Einzelunterricht. Das hat mir geholfen, noch mehr ins Sprechen zu kommen.
Neben dem Sprachunterricht konnte ich außerdem einen guten Einblick in das betriebswirtschaftliche Arbeiten in einer kleinen Sprachschule erhalten. Das war im Vergleich zu einer mittelstädtischen Volkshochschule sehr interessant. Die wirtschaftliche Situation in Portugal gestaltet sich leider sehr schwierig. Kleinstbetriebe wie die Sprachschule in Porto arbeiten sehr hart und schaffen es, höchst qualitativen Unterricht zu garantieren. Das hat mich sehr beeindruckt.
Mit der Leiterin der Sprachschule ist ein sehr kollegialer Kontakt entstanden, sodass wir aller Voraussicht nach einen gemeinsamen Sprachstandstest für die portugiesische Sprache entwickeln werden. Dass ein Aufenthalt solche Früchte tragen wird, hatte ich mir nicht erhofft und bin sehr froh darüber.
In meiner Freizeit habe ich Land und Leute kennenlernen dürfen. Dies hat meinen Horizont ungemein erweitert. Ich bin mit neuen Impulsen im pädagogischen Bereich, mit einem alltagstauglichen Portugiesisch und mit bunten Erinnerungen in den Berufsalltag zurückgekommen und kann vieles jetzt aus einer anderen und entspannteren Warte angehen. Die Mobilität ist eine großartige Sache,
die es mir ermöglicht hat, meine Ansätze zu überdenken und mein Arbeitsumfeld mit neuen Ideen zu bereichern.

Ende Mai war es endlich soweit: ich packte meinen Koffer und fuhr zur Erasmus+ - Weiterbildung nach Lucca. Die Stadt kannte ich bereits, weil ich dort schon mehrmals Urlaub gemacht habe. Auch die Schule war mir nicht fremd, hatte ich doch bereits in 2016 eine Mobilität bei Koiné  in Lucca absolviert. Und trotzdem: es ist immer wieder aufregend und spannend, 14 Tage lang „die Schulbank zu drücken“ und sich auf neue Inhalte, Menschen und Begegnungen in einem multikulturellen Umfeld einzulassen!

Koiné setzt sehr konsequent eine speziell dort entwickelte induktiv-kommunikative Methode des Sprachenlernens ein. Durch meinen Aufenthalt in 2016 war ich bereits mit dem didaktisch-methodischen Ansatz der Schule vertraut und das maßgeschneiderte und auf mich zugeschnittene Programm dieses Jahrs stellte somit eine sinnvolle Erweiterung und Ergänzung des bereits Gelernten dar. Im theoretischen Teil des Kurses ging es beispielsweise um die Fehlerbehandlung ohne Beeinflussung des Redeflusses, die Stärkung des Selbstvertrauens der Lerner auch in Anfängerkursen und um die Frage, wie wir als Unterrichtende die Lernerautonomie fördern können.

Besonders aufschlussreich war für mich auch der praktische Teil, nämlich das Hospitieren am Unterricht. Dabei hatte ich Gelegenheit, zu reflektieren, wie andere Dozenten mit unterschiedlichen Problemstellungen umgehen und wie sich die Lernenden fühlen, wenn sie mit neuen Inhalten konfrontiert werden.

Nachmittags nahm ich am kulturellen Rahmenprogramm teil, das die Schule anbot. Dazu gehörten unter anderem eine Stadtführung mit anschließendem Aperitif, die Besichtigung des Museum Guinigi und ein sehr gut besuchter Vortrag von Gino Strada, dem Gründer der italienischen Hilfsorganisation Emergency. Lucca ist eine wunderbare, von den Römern gegründete, mittelgroße Stadt, umgeben von einer 500 Jahre alten, fünf Kilometer langen Stadtmauer, auf der die Einwohner und die Touristen gleichermaßen spazieren gehen, joggen, Fahrrad fahren und Picknick machen. Der Stadtkern wurde im Mittelalter errichtet, wobei hier der besondere Einfluss der Romanik aus Pisa sichtbar wird. Besonders wichtig für meine Kursteilnehmer sind auch immer die kulinarischen Besonderheiten: in Lucca gibt es beispielsweise den buccellato, einen gar nicht so süßen Kuchen mit Anis, und die  zuppa lucchese, eine Suppe aus verschiedenen Gemüsesorten und Hülsenfrüchten.

Sicherlich war ich nicht das letzte Mal in dieser tollen toskanischen Stadt!

„BeREICHern wir uns gegenseitig durch unsere Unterschiede.“ Paul Valery

Angeregt durch den Bericht von Iris Florstedt aus dem Jahr 2018 über ihre Erfahrungen zu ihrem Keramikkurs auf Kreta, bin ich neugierig geworden und habe ich mich für diesen Kurs beworben.

An dem Gruppenkurs der Erasmus + We-Mobilität nahmen noch weitere 8 Frauen teil.

Am 1. Tag besuchten wir im Töpferdorf Margarites vier verschiedene Keramik-Werkstätten, in denen jeweils das spezifische Angebot – vom traditionell bis modern in Verbindung mit alter Tradition – gezeigt wurde. In jeder Töpferei sahen wir, wie ein typisches Töpferstück entsteht. George Dalamvelas zeigte und erklärte uns den gesamten Ablauf: Vom Abbau des Tons in den Bergen, das Aufbereiten des Tons bis hin zum plastischen Material, das Drehen eines Gegenstandes, das Ein- und Ausräumen des Ofens, das Brennen in einem historischen Ofen, der mit Olivenholz befeuert wird und das Reinigen der Ware für den Verkauf. Das alles ist in einem Video auf seiner Website anschaulich dargestellt: www.keramion.gr. Durch einen Hinweis von George nahmen wir am Abend an einem Benefiz-Konzert teil, auf dem kretische Musik und Tänze aufgeführt wurden. Ein Erlebnis, das unter die Haut ging.

Der nächste Tag führte uns in das Archäologische Museum in Heraklion: https://heraklionmuseum.gr/ . Keramik und Architektur liefern Aussagen über die vergangene Kultur der Minoer. Zurück ging unsere Fahrt durch das Hinterland – eine wunderschöne Berglandschaft mit idyllischen Dörfern und gemütlichen Tavernen.

An zwei Tagen haben wir unter fachkundiger Anleitung in einer einheimischen Töpferwerkstatt gearbeitet und gelernt, wie an der Töpferscheibe ein Keramikgefäß entsteht – ein intensives Erlebnis.

Der 5. Tag: In Eleftherna besuchten wir das Archäologische Museum: http://www.alphanumismatics.gr/ und eine historische Ausgrabungsstätte.  Ein besonderer Höhepunkt war der „Minoische Abend“ im Kouriton House, den Anastasia, die „Hausmutter“ für uns vorbereitet hat. Der Tisch war wunderbar gestaltet: mit regionalen Produkten, mit Büchern über Keramik und Geschichte, mit Kräutern und mit typischem keramischen Alltagsgeschirr. Zusammen mit einer Nachbarin zeigte sie uns Schritt für Schritt wie die Speisen zubereitet werden.

Durch den Kurs habe ich viel gelernt: über die Geschichte, die Kultur, die Lebensweise und Bräuche der kretischen Menschen, das traditionelle Töpfern und das alles eingebettet in eine wunderschöne Landschaft. Sehr interessant war für mich auch der Austausch mit den anderen Kursteilnehmerinnen. Die Gespräche haben mich inspiriert neue Inhalte in meine Kurse aufzunehmen. Ich bin dankbar, dass ich an dieser Form der Fortbildung teilnehmen durfte. Ich danke allen, die es ermöglicht haben.

Mobilität nach Island - Lernen und Lehren

“Würden Sie auch im Ausland lehren wollen? - Ja, warum nicht. - Dann muss der Gastort mindestens 2000 km entfernt sein.” Und so bin ich nach langer
Kontaktsuche auf Island gelandet, um ein mir bis dahin völlig unbekanntes Land, seine Sprache und Kultur kennenzulernen. Zuerst ein Crash Course Islandic A1 an der University of the Westfjords, Außenstelle Nupur - 30 km von jedweder Infrastruktur entfernt, dafür wunderschön direkt am Fjord gelegen. Ein idealer Ort für Intensivtraining: vier Stunden Sprachkurs am Morgen, landestypisches Mittagessen im Speisesaal, vier Wahlstunden am Nachmittag, Film oder Singen am Abend. Keinerlei Ablenkung, dafür Lernen in einer internationalen Gruppe gemischten Alters und mit unterschiedlichen Lernzielen. Erstaunlich, wie viel man in einer Woche aufnehmen und verstehen, wovon und womit (nicht nur Lieder oder Kinderbücher, sondern auch Nachrufe oder Küchenzetttel, Bilder und Urkunden verwandelten sich in Lehrmaterial) man lernen kann.
Die wichtigste Erfahrung dabei war allerdings, sich seit langer Zeit wieder in der Situation des Schülers ohne Vorkenntnisse, der dem Lehrer bedingungslos vertrauen muss, zu befinden. Nach einer Nacht in Reykjavik und mehrfachem Umsteigen brachte mich die Fähre auf die größte und einzige bewohnte Insel der Westman Islands ganz im Süden. Hier durfte ich die uneingeschränkte Gastfreundschaft im Haus einer Deutschlehrerin genießen und wurde herzlichst vom Kollegium der Framhaldsskólinn i Vestmannaeyjum, einer freien Schule des Upper Secondary Level, aufgenommen. Ich habe problemlos die Deutschstunden auf den Niveaus A1 und B1 übernommen, wurde in ein internationales Projekt zur Entwicklung von Lehrmitteln integriert und durfte erfahren, wie fächerübergreifend lehrreich es sein und wie viel Freude es machen kann, wenn Schüler in einer eigens dafür eingerichteten Werkstatt (FabLab) ihre Lehrmittel selbst gestalten und herstellen.
Hier wurde die Idee geboren, Sprachunterricht an der VHS künftig auch in andere Funktionsräume wie Kreativwerkstatt, Computerzimmer oder Küche zu verlegen. Fazit: Diese zwei Wochen waren ein wunderbares Erlebnis, währenddessen ich viel Neues für meine Arbeit als Kursleiterin in Sprachkursen erfahren und dauerhafte Kontakte für den Austausch von Ideen und Materialien knüpfen konnte.

Ich kann eine solche Mobilität nur wärmstens empfehlen!

Im September habe ich im Rahmen einer Erasmus+WE-Mobilität einen kombinierten Sprach-, Kultur- und Methodik/Didaktik-Kurs an der Scuola Porta d'Oriente im wunderschönen Apulien (Otranto) gemacht. Die täglichen 5 Stunden Unterricht, die wirklich nur so verflogen sind,  haben mir unglaublich viele Impulse und Inspirationen in jeglicher Hinsicht für meinen Unterricht gegeben und meine Kursteilnehmer/innen in Gotha haben dies nach meiner Rückkehr sofort gespürt;  einige Inhalte konnte ich bereits im Unterricht umsetzen und sie sind bei den Teilnehmern sehr gut angekommen und haben zu angeregten Diskussionen geführt.   
Die zwei von der Schule geleiteten Ausflüge am Nachmittag haben die Einblicke in die Kultur Apuliens weiter vertieft. 
Auf den Fotos sieht man zum einen natürlich die malerische Kulisse des Ortes Otranto, auf den anderen unseren Kurs und einen "Kücheneinsatz", bei dem die typischen Nudeln "Orecchiette" aus Wasser und Mehl per Hand hergestellt wurden. Die Zusammensetzung des Kurses aus  Lehrern verschiedener Nationen (Schweden, Italien, Polen und England) war ein weiterer wichtiger Schwerpunkt und Gewinn dieser Mobiliät. Der fachliche Austausch und der Blick auf die anderen Kulturen hat uns alle bereichert und uns allen Kontakte verschafft, die wir bis jetzt aufrecht erhalten. 
Meine dringende Empfehlung: nutzen Sie die Chance einer WE-Mobilität - ich denke bereits darüber nach, ob ich für 2016 diese Chance nochmal in Anspruch nehme ...

Czesc! Wir, zwei  langjährig tätige Dozentinnen  in Deutsch- und Integrationskursen der VHS Darmstadt-Dieburg, machten uns im Sommer 2016 auf den Weg zu unseren polnischen Nachbarn, um die Sprache, Kultur und die Menschen dort näher kennenzulernen.

Als Ort  für unser Experiment des Perspektivenwechsels suchten wir uns die zweitgrößte Stadt Polens, die alte Hauptstadt Krakau aus, um dort die Schulbank zu drücken.

Vormittags erwarben wir Grundkenntnisse der polnischen Sprache in einem einwöchigen Intensivkurs bei „GLOSSA“, einer privaten Sprachschule. Über fremde Grammatik und Phonetik kamen wir tüchtig ins Schwitzen. Nachmittags „entspannten“ wir uns bei Workshops, wie z.B. betreffs der polnischen Adjektive zum Wortfeld Süßigkeiten oder themenspezifischen Stadtführungen.

Die verbleibende Zeit nutzten wir ausgiebig, um die Sehenswürdigkeiten der Altstadt (Kirchen, Kirchen, Kirchen) und die kulturellen Highlights (z.B. da Vincis „Dame mit dem Hermelin“) zu erobern. Bei bestem Wetter und entspannter Stimmung fiel es uns leicht, alle Wege zu Fuß zurückzulegen, zumal die polnische Gastronomie reichlich Verlockungen am Wegesrand bereithielt. Parallel zu unserem Aufenthalt begann die Stadt sich mit jungen Menschen zu füllen, die am Weltjugendtag der katholischen Kirche teilnehmen wollten, der mit viel Musik auf den öffentlichen Plätzen seinen Anfang nahm.

Unsere Wohnung lag zentral, direkt über der Sprachschule, wir waren mitten im polnischen Leben angekommen und fühlten uns trotz der sehr herausfordernden Sprache herzlich willkommen. Neben dem Spracherwerb hat uns der Aufenthalt eine Vielzahl neuer, teils überraschender Eindrücke vermittelt und pädagogische Inspirationen für unsere Berufstätigkeit eingetragen.

Unsere neu erworbenen, noch wackeligen  Sprachkenntnisse haben wir zum Vergnügen unserer polnischen Kursteilnehmer umgehend in der Praxis erprobt und werden diesbezüglich „am Ball bleiben“.  Do widzenia Polska!

Geplant war die Mobilität ursprünglich für den Herbst 2020..........aber dann kam Corona und die Weiterbildung musste verschoben werden. Ein Jahr später war es dann doch soweit: ich durfte im Rahmen von Erasmus + nach Ravenna fahren und an dem Kurs „Italian language teaching course. Teaching a language and teaching culture“ teilnehmen.
Ravenna ist bekannt für seine wunderbar erhaltenen Mosaikkunstwerke der ausgehenden Antike und es ist auch heute noch ein internationales Zentrum der Mosaikbearbeitung, das Menschen und Künstler aus aller
Welt anzieht. Und so hatte ich die Gelegenheit, meine Methodik und Didaktikkenntnisse des Unterrichtens zu erweitern, meine Italienischkenntnisse aufzufrischen und darüber hinaus die acht UNESCO Weltkulturerbestätten des spätrömischen, ostgotischen und byzantinischen Ravennas kennenzulernen. Aufgrund der speziellen Bearbeitungstechnik glänzen die Mosaike Ravennas auch heute noch, nach über 1500 Jahren, wie zu Beginn des
Mittelalters und ziehen ihre Betrachter in Bann.
Durch die Mobilität habe ich auf wunderbare Art meine Italienischkenntnisse weiterhin gefestigt und vertieft, neue
Unterrichtsmethoden gelernt, mich mit Kollegen und Kolleginnen auf internationalem Niveau ausgetauscht und viel Neues über mein Lieblingshobby gelernt: die Kunstgeschichte. Ich bin wieder richtig eingestiegen in Land und Menschen und sehr motiviert, diese Erfahrungen weiterzugeben. Vieles der neu gelernten Unterrichtsmethoden konnte ich auch schon umsetzen. Der Didaktikverantwortliche der Schule hat mir darüber hinaus sehr
anschauliche Präsentationen und weiteres didaktisches Material über Mosaikkunst und Technik in Ravenna und die frühchristliche Kunstgeschichte zur weiteren Verwendung zur Verfügung gestellt.
Meine Teilnehmer waren davon begeistert!
Gewohnt habe ich in der Wohnung einer sehr netten älteren Dame, die über AirB&B kennengelernt hatte. Sie stellte mir ihr Fahrrad zur Erkundigung Ravennas zur Verfügung und gab mir tolle Tipps bezüglich der Stadt und der besten Restaurant und Spezialitäten der Emilia-Romagna.
Am 15.10. sind in Italien neue Gesetze zum Schutz vor der Coronapandemie umgesetzt worden, mit großen politischen und sozialen Folgen und Protesten. Auch darüber haben wir ausgiebig gesprochen.
Ich freue mich schon auf die nächste Mobilität in Italien und darauf, immer wieder Neues und Spannendes zu erleben, um es an meine Kursteilnehmer weiterzugeben!

Nachdem meine geplante we-mobil Fortbildung nach Alicante im Jahr 2020 Corona-bedingt abgesagt wurde, hatte ich im August 2022 die Gelegenheit am Kurs Life-Coaching for Teachers – Happy Teacher for better students teilzunehmen.

Schon beim Anflug auf Dublin war klar zu erkennen, warum Irland die grüne Insel genannt, also:

Welcome to Ireland / cead mìle fàilte / 1000 Mal Willkommen

Bei der Ankunft am Flughafen Dublin war es für mich sehr überraschend, dass alle Beschriftungen neben Englisch auch auf Irish / Gaelic zu finden sind , was sich auch in der Stadt bei den Straßennamen und allen Beschriftungen fortsetzte.

Im Kurs, der auf dem Gelände der St. Mary’s Church im südlichen Teil der Stadt stattfand, waren wir eine bunt gemischte Truppe aus Deutschland, Ungarn, Estland, Österreich, Tschechien, Italien (Sardinien) und Frankreich, sodass ich neben Englisch auch meine weiteren Sprachen oft und viel anwenden konnte.

Neben dem interessanten und sehr praxis-orientierten Kurs zum Thema Life-Coaching und Mindfulness wurde die Fortbildung durch einen Stadtrundgang in Dublin, einen Ausflug nach Glendalough, das Tal der zwei Seen in den Wicklow Mountains, und einen Besuch auf einer irischen Schaffarm mit Hundetraining-Vorführung abgerundet.

Erfreulicherweise spielte auch das Wetter mit: nicht zu heiß, sondern angenehm warme Temperaturen, kaum Regen und viel blauer Himmel.
Eine rundum gelungene Woche in Dublin und Umgebung!

Mobilität in Florenz, an der Sprachschule ABC
In diesem Jahr habe ich mich entschlossen, im Rahmen von Erasmus + eine Mobilität in Florenz zu absolvieren. Die Stadt kenne ich sehr gut, denn hier habe ich vor laaanger Zeit Sprachwissenschaften studiert und der Kontakt zu meinen toskanischen Freunden ist glücklicherweise während der letzten Jahrzehnte nie abgebrochen.

Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb - war es irgendwie ungewohnt und spannend, mit den gepackten Koffern in der „Wiege der Renaissance“ anzukommen, um zwei Wochen einfach einmal den Alltag hinter sich zu lassen, mit Menschen aus aller Welt Neues zu lernen und wieder einzutauchen in die italienische Lebensweise.

Das Programm war zielgenau auf meine Bedürfnisse zugeschnitten: neben einem 25 Unterrichtseinheiten pro Woche umfassenden Auffrischungskurs am Vormittag rund um Methodik und Didaktik des Fremdsprachenunterrichtes waren nachmittags Weiterbildungen bezüglich der Kultur und Geschichte von Florenz und Toskana vorgesehen. Die Mobilität hat dazu beigetragen, mich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln und neue Unterrichtsmethoden kennenzulernen. Darüber hinaus konnte ich mein Wissen rund um Kunstgeschichte nachhaltig erweitern – wichtig für mich, denn ich biete regelmäßig Seminare im Bereich italienische und europäische
Kulturgeschichte an. Neu war für mich beispielsweise, dass man die Spuren der Römer immer noch immer deutlich im Stadtbild von Florenz erkennen kann – die "Via Storta" mit der "Piazza Peruzzi" geben die Architektur des Anfitheaters eindeutig wieder. Ich hatte während des Nachmittagsunterrichtes in den Uffizien und dem Archäologischen Museum Gelegenheit, weitere wichtige römische Zeugnisse in Florenz zu studieren und darüber
hinaus die Kultur und Lebensweise der Etrusker kennenzulernen. In den Uffizien durfte ich mich sogar mich mit dem deutschen Direktor Eike Schmidt auszutauschen! Weitere Themen des Unterrichtes waren die Erarbeitung des Übergang vom Mittelalter zur Renaissance anhand von der Architektur und Kunstgeschichte von Florenz, ein Seminar über Dante Alighieri und die Gegenwartsschriftstellers Dacia Maraini und Roberto Saviano.
Des Weiteren habe ich am kulturellen Rahmenprogramm der Schule teilgenommen, Filmnachmittage, gemeinsame Abendessen, Spaziergänge im Kunsthandwerksviertel "Oltrarno" und Yoga auf Italienisch.......
Mit vielen Menschen aus Europa und Amerika habe ich über den fürchterlichen Krieg in der Ukraine und den damit verbundenen Herausforderungen für eine neue Politik des Friedens und des nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen diskutiert. Wenn wir auch keine Lösungen finden konnten, so wurde ich dennoch bestärkt in meiner Überzeugung, dass ein friedliches Zusammenleben der Menschen einher geht Meinungsaustausch und Dialog, mit der Überwindung von Grenzen und der Neugier, Neues kennenzulernen.

Was machen Lernende im 21. Jahrhundert anders?
 
Diese Kernfrage hat uns eine ganze Woche lang beschäftigt. Wir, es waren Lehrer aus Griechenland, Deutschland, Frankreich, Spanien und aus der Türkei.
In der Schule Europass in Amsterdam konnten wir uns ausgiebig austauschen und aus unseren doch sehr unterschiedlichen Schulsystemen lernen.
In dieser Woche haben wir einige neue Lehrkonzepte ausprobiert und unser Lehren reflektiert. Für alle war es eine willkommene Chance, über unsere Praxis nachzudenken und diese für unsere Lernenden anzupassen.
Nach den Kursen hatten wir natürlich die Möglichkeit, die Museen Amsterdams zu besuchen und unsere Englischkenntnisse anzuwenden.
Insgesamt kann ich die Kurse der Europass Teacher Academy sehr empfehlen!

Nachdem meine geplante we-mobil Fortbildung an die Costa Blanca im Jahr 2020 Corona-bedingt abgesagt wurde, hatte ich an Ostern 2023 nun doch die Möglichkeit am Kurs Mindfulness und Meditation in Alicante teilzunehmen.

Welcome / bienvenidos / benvinguts im País València

Die ausgezeichnet organisierte Fortbildung stellte inhaltlich eine gelungene Fortsetzung des Seminars Happy Teacher for better students - aus dem Sommer 2022 in Dublin dar. In einer ausgewogenen Mischung aus Theorie und Praxis beschäftigten wir uns mit den Themen Achtsamkeit, Stressbewältigung, Emotionale Intelligenz, Kommunikation in Alltag und Beruf und hatten reichlich Gelegenheit, die leicht für den Unterricht umsetzbaren Atem-, Meditations- und Qi Gong-Übungen am eigenen Körper hautnah zu erleben und in Gruppenarbeiten kooperatives Lernen anzuwenden.

Außerhalb des Kurses wurde uns ein umfangreiches Kulturprogramm mit Stadtrundgang in Alicante mit zahlreichen Informationen zu Geschichte und kulturellem Erbe geboten. Wir erkundeten die Innenstadt in einem Escape the City-Quiz, besuchten das Castillo Santa Barbara, kauften auf dem Zentralmarkt für eine gemeinsam gekochte Paella ein und fuhren bei strahlend blauem Himmel mit unserem Tourguide Maria zur Insel Tabarca. Während dieser Aktivitäten ergaben sich zahlreiche Kontaktmöglichkeiten und ein intensiver Austausch mit den anderen Teilnehmenden aus Finnland, Ungarn, Litauen, Österreich, Tschechien, der Slowakei, Slowenien, Kroatien, Irland und Deutschland.

Neben der Seminarsprache Englisch konnte ich vor Ort nicht nur meine Unterrichtssprache Spanisch sondern gelegentlich auch die valenzianische Variante des Katalanischen anwenden. Ganz besonders beeindruckend waren die zahlreichen Passions- und Osterprozessionen, die während der gesamten Karwoche in der Innenstadt stattfanden und von denen ich meinen Teilnehmenden bereits in Bild und Ton berichtet habe.

Und auch das Wetter spielte bestens mit: für Ostern sehr warm, aber nicht heiß, mit einem wolkenlosen Himmel über dem kilometerlangen Sandstrand. Eine rundum gelungene Woche in Alicante und Umgebung!

Im Juni diesen Jahres war es wieder soweit: ich durfte an einer Erasmusmobilität in Sestri Levante teilnehmen! Die kleine Stadt liegt an der italienischen Riviera und ist bekannt für ihre malerischen Strände und die charmante Altstadt. Dieses Mal hatte ich mich für eine Weiterbildung in der Region Ligurien entschieden, weil ich diese Gegend Italiens noch nicht kannte. Ich wollte mehr erfahren über eine Gegend, die historisch und kulturgeschichtlich sehr viel zu bieten hat gleichzeitig stellvertretend ist für den industriellen Aufschwung Italiens und die damit verbundenen gesellschaftlichen Umwälzungen des letzten Jahrhunderts. Darüber hinaus hatte ich in Sestri Levante eine Einrichtung ABC gefunden, deren handlungsorientierte Unterrichtsmethode und kulturelle Rahmenprogramm mir äußerst vielversprechend erschienen.
Die Weiterbildung entsprach auch voll und ganz meinen Erwartungen und ich kam mit neuen Fähigkeiten und Ideen zurück nach Hause. Ich habe meine Erkenntnisse über Didaktik und Methodik des Fremdsprachenunterrichtes erweitert und viel Neues gelernt. Zu dem abwechslungsreichen Programm gehörten die Aufbereitung authentischer Hör- und Lesetexte, die zielgruppengerechte Fehlerkorrektur sowie die Vermittlung von Techniken, die den Teilnehmer helfen, selbstständig Strukturen und Regeln zu erkennen und anzuwenden. Außerdem lernten wir die italienischen Liedermacher aus Genova
kennen und erfuhren viel Neues über die Geschichte und Kultur Liguriens.
Ganz nebenbei habe ich meine Italienischkenntnisse weiterhin verbessert und meinen Wortschatz erweitert. Während des Unterrichtes und des vielfältigen Kulturprogrammes habe ich viele neue Menschen aus Europa, den USA und Russland kennengelernt. Wir haben zusammen Neues gelernt, neue Orte besichtigt und typische ligurische Speisen gekocht. Dabei hatten wir sehr interessante Gespräche über die aktuelle politische Situation Italiens, Europas und den Ukrainekrieg.
Zusammen haben wir die die Gelegenheit genutzt, Sestri Levante zu erkunden und durch die engen Gassen der Altstadt zu schlendern. Wir haben das Kloster Santissima Annunziata besichtigt und in der “Bucht der Stille” gebadet. Das klare Wasser und der feine Sandstrand waren einfach einfach traumhaft. Samstags sind wir gemeinsam mit der Bahn nach Genova gefahren. Die Stadt hat eine lange Geschichte als führender Hafen Italiens
und war einst eine mächtige Seemacht. Die Reichtümer, die im 16. und 17. Jahrhundert in die Stadt flossen, sind noch heute in den Marmorpalästen in Via Garibaldi sichtbar, von denen wir einige besichtigt haben. Zu den weiteren Erkundungen gehörten der Dom, das Haus, in dem Christoph Kolumbus gelebt hat und der Hafen mit dem größten Aquarium Europas.
Ein weiterer gemeinsamer Ausflug führte uns nach Chiaveri, das bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. von den Ligurern bewohnt und von den Etruskern als Umschlagplatz für deren Handelsgüter genutzt wurde.
Abschließend kann ich sagen, dass der Aufenthalt dazu beigetragen hat, meine Unterrichtsmethoden zu verbessern, neue Technologien zu entdecken und mich von den Erfahrungen anderer inspirieren lassen. Eine Mobilität sehe ich als Chance, die eigenen Fähigkeiten zu erweitern, neue Methoden zu erlernen und sich mit anderen Menschen auszutauschen. 
Ich hoffe, auch nächstes Jahr wieder die Gelegenheit dazu zu haben!

Schon 2019 planten wir, zwei Kursleiterinnen aus dem Deutsch- und Integrationsbereich der VHS Darmstadt-Dieburg, nochmals am ERASMUS+ We-mobil-Programm teilzunehmen, dann kam Corona…

Im Sommer 2023 war es aber endlich soweit – wir setzten unseren Plan um, in Griechenland mit dem Erlernen der Sprache und zunächst einmal der Schrift zu beginnen. Zur Zeit sind die meisten unserer Integrationskursteilnehmenden Zweitschriftschreibende, teils aus der Ukraine, teils aus dem arabischen Sprachraum. Wir waren bislang nur mit der lateinischen Schrift vertraut. Grund genug für einen Perspektivenwechsel und eine besondere Lernerfahrung.

 

Unser Ziel war es, einen Sprachkurs außerhalb der Großstädte zu finden und eine Planung zu erstellen, die trotz der unvermeidlichen touristischen Hauptsaison das ERASMUS-Budget im Auge behielt. Nach einigen Online-Recherchen stießen wir auf ELLINISTI ( ellinisti.gr ) eine kleine, private Sprachschule auf Tinos. Diese Kykladeninsel ist nur per Fähre zu erreichen; sie ist – anders als die Nachbarinsel Mykonos, die wir zunächst ansteuerten – noch abseits der globalen Touristenströme gelegen und hauptsächlich das Ziel von Pilgerreisen orthodoxer Gläubiger.

Unser Kleingruppen-Unterricht fand in den am Hafen von Tinos-Chora gelegenen Kursräumen von ELLINISTI statt. Despina, unserer sehr kompetenten Sprachlehrerin haben wir zu verdanken, dass wir in nur einer Woche doch erstaunlich viel lernen konnten. Neben den Mühen und Erfolgen beim Aneignen erster griechischer Kommunikationsstrukturen gab es eine greifbare Erkenntnis: wie wenig notwendig sind digitale Hilfsmittel, wenn kompetente Lehrkräfte zum Einsatz kommen… Auch das, zuerst sehr unbeholfene, Aneignen der griechischen Schrift zeitigte schnellere und nachhaltigere Erfolge, wenn statt mit einer Tastatur sehr traditionell mit Papier und Stift gearbeitet wurde. An dieser Stelle also ein gänzlich unzeitgemäßes Lob dem konventionellen Sprachunterricht und der Handschrift!

Neben dem Unterricht konnten wir das Erlernte bei zusätzlichen Aktivitäten anwenden, die Maria, die Besitzerin und Leiterin von ELLINISTI, regelmäßig und sehr engagiert für ihre Teilnehmenden organisiert. So besuchten wir zusammen sehenswerte Bergdörfer und „arbeiteten“ in einer Seifenmanufaktur mit. Zusätzlich wurden wir mit Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Gastronomie, Beförderungsmitteln, lokalen Gepflogenheiten usw. stets bestens versorgt, außerdem mit griechischem Kaffee und Gebäck!

Gewohnt haben wir in einer kleinen, privaten Pension, wo wir mit derselben Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft empfangen wurden, die uns auch bei allen anderen Aktivitäten entgegengebracht wurde, besonders dann, wenn wir den Inselbewohnern erklärten, zum Griechischlernen gekommen zu sein. Leider suchen nicht allzu viele Menschen diese Herausforderung. Wir können das Lernen des Griechischen nur empfehlen, denn die Sprache, die einem durchaus Steine in den Weg legt, belohnt mit dem Entdecken von „alten Bekannten“-Fremdwörtern - und ist darüber hinaus einfach nur eines: schön! Beseelt von der besonderen Atmosphäre vor Ort sind wir mit dem Plan, weiterzulernen, zurückgekehrt.

Danke an das Team des Thüringer Volkshochschulverbandes, das uns erneut sehr kompetent unterstützte und dieses besondere Erlebnis mit ermöglicht hat!

From the middle of nowhere to the middle of somewhere

Ende Juni machten wir uns in größter Hitze auf um eine Woche in Dublin einen C1 Englischkurs zu belegen, kombiniert mit vielen Einblicken in die Geschichte und Kultur Irlands. Im Angebot der Sprachschule waren ein Besuch im Kunstmuseum, ein geführter Stadtrundgang und eine Tagestour nach Glendalough und Kilkenny. Bei den Ausflügen konnte man stets ungezwungen mit anderen „students“ ins Gespräch kommen. Als Unterkunft wählten wir Ardcairn House, ein Studentenwohnheim, wo wir jeder ein Einzelzimmer mit Bad in einer Wohngemeinschaft mit gemeinsamer Küche hatten. Alle Mitbewohner gingen auch zur Horner School of English. Diese Schule bietet allgemeinsprachliche und Business Englischkurse von A1 bis C1 an sowie Kurse speziell für „teachers of English“. Eine Mitarbeiterin der Schule hat uns, ebenso wie der TVV, durch den gesamten Erasmus-Anmeldeprozess gut begleitet und alle Fragen beantwortet, schon vor der Abreise gab es einen regen Email-Verkehr.

In Dublin angekommen herrschten wesentlich angenehmere Temperaturen, aber auch ein frischer Wind. Den unterschätzt man leider auch dann, wenn man schon vorher mal im Lande war. Da es in Irland öfter mal regnet ist man mit einem Regencape, das man auch über den Rucksack ziehen kann, besser ausgerüstet, als mit einem Schirm.

Unsere C1 Klasse war eine kleine Gruppe aus 4 europäischen Ländern, was wir als sehr angenehm empfanden. Der Unterricht war abwechslungsreich und mit viel spielerischer Wiederholung des Gelernten. The Horner School of English ist eine Familienunternehmen, in dem noch immer die Familie der Schulgründer tätig ist. Bei der Vorstellungsrunde sagte Yvonne, sie komme praktisch „from the middle of nowhere“, worauf teacher Tony antwortete, dass ich dann hier ja „to the middle of somewhere“ gekommen sei.

In Dublin gibt es mehr Museen, als man nach dem Unterricht in einer Woche besuchen kann. Viele davon sind „free“, ohne Eintritt zu besuchen. Wir entschieden uns für „The Book of Kells Experience“, wo man den beeindruckenden „Long Room“ der Bibliothek des Trinity College besuchen kann. Zwar werden viele der dort ausgestellten Bücher gerade restauriert, dafür aber kann man die Gaia Installation bewundern, eine sich langsam drehende Erdkugel. Außerdem gibt es eine Extra-Ausstellung, „Experience“ genannt, in der man mittels vieler digitaler Elemente, irische Geschichte mit Bezug zum Book of Kells erleben kann. Das originale Buch selbst sieht man auch in einem extra Raum, wo jeden Tag eine andere Seite aufgeblättert wird, aber fotografieren nicht erlaubt ist, auch um das Buch nicht zu beschädigen.

Auf dem Dublin Walk kamen wir sogar an einem Portal nach New York vorbei. Man konnte einander immerhin zuwinken und offenbar verabreden sich manche Leute beider Städte sogar dazu.

Ein weiteres Highlight irischer Kultur war die Celtic Night im Arlington Hotel, wo es zu einem drei-Gänge Menu noch irische Musik und Stepptanz gab.

Kulinarisch bietet Dublin nicht nur irische, sondern auch viel internationale Küche. So hat man die Qual der Wahl zwischen japanischen Ramen, uigurischen Nudeln, vietnamesischen Reispfannkuchen und vielem mehr.

Der von der Schule organisierte Tagesausflug am Samstag rundete die Woche Sprachkurs ab, wir hatten einen ausgezeichneten Tourguide (von Get your Guide), der die Busfahrt nach Glendalough mit Geschichten füllte. Wir erfuhren, dass Irland ein für Hollywood beliebter Drehort ist, aber auch typisch irische Geschichten, wie die von Kevin und Caitlin, passend zum See, den wir besuchten. Auch in Kilkenny gab es bei einer Stadtführung viel zu erzählen, aber ob alles wohl so stimmt, überließ Tourguide Phil dann doch unserer Fantasie. Unterhaltsam war es allemal.

Nach der einen Woche Sprachkurs blieben wir noch zwei Tage länger, um uns die prähistorischen Kultstätten und das Besucherzentrum von Brú na Bóinne anzusehen inklusive einer geführten Tour zu den Megalithgräbern Newgrange, wo man sogar rein kann, und Knowth, wo man viel erzählt bekommt, zu den Kultstätten und ihren Erbauern. Das Besucherzentrum bietet noch eine ausgezeichnete und wiederum mit vielen digitalen Elementen ausgestattete Ausstellung zu dem, was wir vom Leben in jener Zeit wissen. Auf dem Weg dorthin sind wir sogar mit der „Enterprise“ gefahren, so heißt nämlich der Schnellzug von Dublin nach Belfast.

Eine Woche voller Eindrücke und mit viel Sprachpraxis geht leider auch schnell zu Ende, was bleibt aber sind die Erinnerungen.

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